Lionerregatta 2017

Lioner-Regatta 2017 mit 22 Booten bei tollem Wind und viel Sonne!

Vorspann:
Schon 2 Wochen vor der Regatta hatten bereits 11 517er und 6 Ausgleicher gemeldet.
Damit war das Minimum von 15 Booten früh erreicht.
Sowohl die Ranglistenwertung der 517er-Klasse als auch die Voraussetzungen für die Wertung bei der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft waren gegeben!

Das waren nach den Turbulenzen rund um die Frühjahrsregatta traumhafte Startbedingungen!

Entwicklung:
Wie auch schon bei vielen früheren Regatten hatten die zahlreichen, frühen Meldungen eine “Sogwirkung”. Bis zum Meldeschluß “trudelten” noch viele weitere Meldungen ein:
Letztlich standen:
12 517er und 16 Ausgleicher, also 28 Boote auf der Meldeliste!
Das freut sowohl die Segler (Wettbewerb) als auch die Organisatoren (Planung)!

Die langjährigen Erfahrungen haben gezeigt, dass es bei fast jeder Regatta zu kurzfristigen Ausfällen wegen Krankheit, beruflicher Verpflichtungen oder anderer Umstände kommen kann.
Deshalb sind “solide” Meldezahlen so wichtig.
Letztlich waren am Samstag 25 Boote am Start: Das sieht schon nach Was aus!

Verlauf:
Mit strahlendem Sonnenschein und Wind um 12 kn waren die Wetterbedingungen fast ideal.
Klar, bedeuten solche Windstärken in unserem Revier auch immer, dass die Segler/innen mit Drehern und Schwankungen klar kommen müssen.
Das ist aber wesentlich sportlicher, als “warten auf den Wind”.

Die 1. Wettfahrt der 517er konnte fast pünktlich um 14:15 gestartet werden, die Ausgleicher 5 min später. Die Wettfahrtcrew um Hansjürgen Kalweit hatte bei Wind aus NNW einen Kurs ausgelegt, der den See für diese Windrichtung gut ausnutzte.
Es galt, 2 “Runden” aus je 1 “Dreieck” und 1 “Schleife” zu segeln, alle Bojen waren in Backbord (Flagge “rot”) zu runden, s. Anhang).

Bei beiden Gruppen gingen Alle Boote “sauber”, also ohne Frühstart über die Startlinie.
Die meisten Boote starteten “klassisch” mit Wind von Steuerbord, wegen der “Vorfahrtsregeln”.
Dann begann das taktieren:
Wann ist der optimale Zeitpunkt zum Wenden?
Die Einen wendeten schon früh, die Anderen erst später.
Es zeigte sich, wie so oft, dass die erfahrenen Segler das bessere Gespür für den Wind haben, den besten Kurs finden und damit auch meistens die “Nase vorn” haben.
Das wiederholte sich bei der 2. Wettfahrt mit einigen Verschiebungen (s. Listen im Anhang).

Segelboote sind, ähnlich wie Rennwagen bei Regatten immer hohen Belastungen ausgesetzt.
Das zeigt sich in unserem Revier besonders bei kräftigerem Wind, der fast immer mit Böen und Drehern einhergeht.

Häufig geht Irgendwo Irgendwas zu “zu Bruch”.
Auch diesmal deshalb mussten einzelne Segler aus diesem Grund schon bei oder nach der 1. Wettfahrt zumindest vorübergehend aufgeben.
Des Einen Freud, des Anderen Leid bestimmt dann das Ergebnis.
Die Mannschaften, deren Boot ohne “Bruch” durch die Wettfahrt kommt und die auch taktisch und seglerisch fehlerfrei segeln belegen dann die vordersten Plätze.
Jeder Fehler, jede Fehlentscheidung und jeder Mangel bedeuten eine schlechtere Platzierung, s.Ergebnislisten.
Lioner17_Erg_Alle, Lioner17_Erg_Ausgleicher, Lioner17_Erg_517er

2.Tag:
Durch Ausfälle aus den unterschiedlichsten Gründen war das Feld auf 22 Boote geschrumpft.
Wie am Vortag herrschte ein guter Segelwind mit silberseetypischen Böen und Drehern.
Die Sonne wurde immer wieder von Wolken verdeckt, was den Wind auch noch stärker schwanken lies.
Bei den letzten beiden Wettfahrten konnten die Favoriten ihre Positionen verteidigen, Vielen gelang es auch, Ihre Position mit konstant gutem Segeln zu behaupten oder zu verbessern.
Nach 4 Wettfahrten konnte die Regatta gegen 12:30 beendet werden.

Für die Segler/innen und Helfer/innen bedeutet das:
Boot ans Land bringen, für den Transport klar machen oder am Liegeplatz für die nächste Aktion bereit stellen, Klamotten und Zubehör aufräumen .
Die Teilnehmer/innen, bei denen Schäden auftraten, müssen Vorbereitungen treffen, um diese zu beheben. Immer wieder zeigt sich an dieser Stelle die Solidarität unter den Segler/innen:
Jeder hilft Jedem, egal ob mit Rat oder Tat!

Ergebnisse:
Bei den 517ern holten sich Mehs/Harig vom Yachtclub Saarbrücken, wie so oft, den 1. Platz.
Dicht darauf folgten Kussmann/Dörsam vom Wassersportverein Roxheim auf dem 2. Platz.
Heinz Dochnahl (KCF) mit Reinhard Harig (YCSB), also eine “gemischte” Mannschaft, verteidigten mit einem 3. Platz die Ehre des ausrichtenden Vereins.

Bei den Ausgleichern zeigte Thomas Löffler (KCF) auf Contender mit 2 1. und 2 2. Plätzen die durchgängig beste Leistung und landete so verdient auf Platz 1.
Richter/Bernd (KCF/WSVR) konnten auf Flying Dutchman den 2. Platz gewinnen.
Mit Zarate/Schwender ging der 3. Platz an eine Mannschaft des WSVR.

Die “Küchencrew” vom WSVR sorgte mit dem Abendessen am Samstag und Kaffee mit Kuchen am Sonntag fürs leibliche Wohl, auch die Wettfahrtleitung und die weiteren Helfer/innen vom KCF trugen entscheidend dazu bei, die Regatta erfolgreich auszurichten.

Einige Segler/innen haben sich spontan noch für die Langstreckenregatta “Blaues Band Silbersee 2017” gemeldet.
Das zeigt uns:
Unser Angebot an Regatten passt zur Nachfrage und jede erfolgreiche Regatta schafft die Grundlage für die Nächste.

mit sportlichen Grüßen

Frank Knoch

Fachwart Wettsegeln
Kanu-und-Segelclub Frankenthal
https://www.kcf1922.de
wettsegeln@kcf1922.de