Frühjahrsregatta 2017

Die Frühjahrsregatta war für “517er” als Ranglistenregatta und 1. Regatta zur Rheinland-Pfalz-Meisterschaft dieser Klasse ausgeschrieben. “Ausgleicher”, also Boote anderer Klassen waren ebenfalls zugelassen.

Siehe:
http://www.raceoffice.org/data/3873081768.pdf?changed=2017-01-08%2000:16:54

http://www.dsv.org/app/uploads/ordnungsvorschriften-regattasegeln__ab_01-02-2016_.pdf

https://www.lsv-rp.de/verband/rheinland-pfalz-meisterschaft

Meldeschluss war der 21.04.17.
Laut Ausschreibung war gefordert, dass zum Meldeschluß 15 Meldungen eingegangen sein müssen.
Diese Vorgabe soll sicherstellen, dass es einen echten Wettbewerb und ein vernünftiges Verhältnis von Seglern zu Helfern gibt.

Am Samstag, 22.04.17 trafen sich die Organisatoren im Rahmen eines Schiedsrichterseminars beim WSVR und berieten die Sachlage:
Mit 8 Meldungen für die “517er” und 3 “Ausgleichern” waren die Voraussetzungen nicht erfüllt.
Auch Helfer/innen waren knapp…
Schweren Herzens wurde die Regatta deshalb am Samstag Abend abgesagt.

In den Reihen der “517er”-Segler entwickelte sich nach der Absage emsiges Treiben. Die Telefonleitungen und Internetverbindungen glühten. Die Ranglistenwertung und die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft sollten “gerettet” werden…
Schließlich zeichnete sich eine Lösung ab:
Wenn bis Montag Abend 15 Meldungen vorliegen, darunter mindestens 10 “517er”, wird versucht, die Regatta doch noch zu starten.

Tatsächlich: Am Montag Abend hatten 11 “517er” und 4 “Ausgleicher” gemeldet.
Nun waren erneut viele Telefonate und Mails erforderlich, um alle Segler/innen und Helfer/innen wieder zu aktivieren.
Einige hatten sich zwischenzeitlich etwas Anderes vorgenommen und standen nicht mehr zur Verfügung.
Andere sprangen beherzt ein, um diese Ausfälle auszugleichen.
Warum nicht gleich so?

Regattasamstag:
Wettfahrtleitung und Helfermannschaften waren ab 12:00 am See, um den 1. Start vorzubereiten.
Trotz schlechter Prognose wehte etwas Wind: “Hoffentlich reicht das für wenigstens 1 Wettfahrt!”
Für 14:00 war der 1. Start geplant, aber der See war spiegelglatt. Kein Start möglich.
Es gab immer wieder Mal eine leichte Brise, alle Segler/innen liefen aus, aber es war zu unbeständig, um eine Regatta zu starten.
Wenigstens schien die Sonne, das war ein kleiner Trost.

Wettfahrtleiter Eberhard Niehaus und seine Crew signalisierten schließlich gegen 16:20 mit Flagge “N” und 3 Schallzeichen:
“Heute keine Wettfahrt mehr”.
Alle Hoffnungen richteten sich nun auf den Sonntag, für den kräftiger Wind um 4 Bft angekündigt war.

Beim Rinderbraten konnten im KCF-Clubhaus die Ereignisse des Tages ausgetauscht werden.

Sonntag, 09:00:
Ein leichter Wind hier und da weckt Hoffnungen, aber zum geplanten Start um 10:00 herrscht wieder Flaute. Also weiter warten…
Ja! Gegen 10:40 kommt wieder Wind auf! Um 10:55 konnte gestartet werden!
Wie angekündigt, frischte der Wind kräftig auf und erreichte in Böen 5,5 Bft.
Das forderte die Segler gehörig, für die dies zum Teil die 1. Regatta des Jahres war.
Eine Karambolage verlief zum Glück glimpflich, aber bei einem anderen Boot brach die Halterung des Ruders. Das konnte nicht so schnell repariert werden.

Die 2. Wettfahrt folgte um 12:05 direkt im Anschluss an die 1. mit verminderter Teilnehmerzahl.
Jetzt wurde um die Plätze gekämpft, es gab immer wieder Verschiebungen.
Hatte sich ein Boot auf einem Schenkel vorgekämpft, ruhten die anderen nicht, bis sie beim Nächsten wieder aufgeholt hatten.
Einzig das Favoritenteam Mehs/Harig fuhr bei beiden Wettfahrten souverän und unangefochten einen Start-Ziel-Sieg heraus.

Gegen 13:30 beendete die Wettfahrtleitung die Regatta, da der Wind wieder nachließ und die Gäste noch einen weiten Heimweg vor sich hatten.

Nach dem Verklaren der Boote konnten sich die Segler/innen und Helfer/innen im KCF-Clubhaus bei Kaffee und Kuchen stärken.

Folgende Sieger wurden geehrt (s.a. Listen im Anhang):

“517er”
1. Peter Mehs und Heide Harig vom Yachtclub Saarbrücken
2. Bernd Kussmann und Christine Dörsam vom Wassersportverein Roxheim
3. Gunter Jung und Achim Müller vom Kanu-und Segelclub Frankenthal bzw. Segelclub Bosen

“Ausgleicher”
1. Stefan Schuler vom Kanu-und Segelclub Frankenthal auf “Finn Dinghy”
2. Darius Brehm und Lukas Burkhart vom Kanu-und Segelclub Frankenthal auf “420er”
Der 3. Platz konnte nicht vergeben werden, da die weiteren Teilnehmer keine Wettfahrt zu Ende gesegelt hatten.

Beachtenswert ist, dass die beiden Jugendlichen auf dem “420er” in der Wertung “über Alle” einen tollen 4. Platz belegten!

Gunter Jung und Achim Müller erhielten nachträglich die Urkunde und die Medaille für den 1. Platz in der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft 2016. Die Urkunden für den 2. und 3. Platz waren schon zuvor bei den Mitgliederversammlungen überreicht worden.

Nun bleibt zu hoffen, dass die Turbulenzen im Vorfeld der Regatta dazu beigetragen haben, dass sich die Segler/innen und Helfer/innen künftig frühzeitig zu den Regatten melden, damit diese besser und zuverlässiger vorbereitet werden können.

Fruehjahr17_Erg_Alle
Fruehjahr17_Erg_517er
Fruehjahr17_Erg_Ausgleicher

Mit sportlichen Grüßen

Frank Knoch
Fachwart Wettsegeln
Kanu-und-Segelclub Frankenthal

wettsegeln@kcf1922.de