Blaues Band 2017

Mit nur wenigen Meldungen zum Meldeschluss am 23.06.2017 sah es zunächst recht düster aus.

Im Laufe der Lioner-Regatta am 24./25.06. meldeten sich aber zahlreiche Segler/innen, dass sie schlicht vergessen hatten, sich rechtzeitig anzumelden. Also wurden bis Mitte der Woche noch weitere Meldungen angenommen.
Und siehe da! Letztlich standen 22 Boote auf der Liste!

Für die Veranstalter bedeutet so Etwas immer Stress und Hektik, da ja auch genügend Helfer/innen bereit stehen müssen. Unter den Meldungen waren auch einige Kinder und Jugendliche, da gilt es ganz besonders, für die Sicherheit zu sorgen.
Nach der Absage der DLRG Frankenthal spitzte sich die Situation weiter zu.
Es war ordentlich Wind gemeldet und am Silbersee bedeutet das immer Böen und Dreher, die es auszusteuern gilt.

Im Laufe der Woche entspannte sich auch da die Situation und am Sonntag trafen sich gegen Mittag Segler/innen und Helfer/innen am See.
Für die Jüngsten wurde ein Motorboot reserviert, das sie während er Regatta begleitete, die beiden anderen Motorboote wurden so positioniert, dass sie schnell eingreifen konnten, wenn nötig.

Nur wenig Wind! Na ja, hoffen wir Mal, dass die Prognosen sich wenigstens einigermaßen erfüllen.
Die Segler/innen machten ihre Boote startklar, die Helfer/innen legten Bojen aus und bereiteten sich vor.
Tatsächlich! Zur Steuermannsbesprechung um 12:30 wehte bereits ein leichter Wind um 1 Bft über fast den gesamten See.
Es wurden 3 Runden mit jeweils ca. 3,2 km Länge angesetzt. Das sollte auch bei schwachem Wind zu schaffen sein.
Für die beiden Jüngsten auf Optimist wurden 2 Runden angesetzt. Deshalb wurden sie auch gesondert gewertet.
Das Startzeitfenster war in der Ausschreibung auf 13:00 – 14:00 festgelegt, s.:

http://www.raceoffice.org/blaubasilb

D.h., die Segler/innen konnten ihren Start innerhalb des Zeitfensters frei wählen.
Wie jedes Mal begann nun das Taktieren:
Früh starten, bevor der Wind wieder einschläft?
Oder besser warten, ob der Wind noch besser wird?

Im Laufe der Regatta zeigte sich, dass die “späte Mitte” diesmal richtig war.
Die Boote, die in der Mitte des Zeitfensters starteten, konnten am Besten vom auffrischenden Wind profitieren.
An einigen Stellen zeigten sich aber auch die Tücken des Silbersees:
Im Bereich der Start- und Ziellinie, die bei jeder Runde zu durchfahren war, deckten Hügel und Bäume den Wind aus NW spürbar ab.
Wer klug war, hielt möglichst Abstand von diesem Ufer und konnte an Denen vorbeiziehen, die ins “Windloch” fuhren.
An anderen Stellen gab es bei dem zunehmenden Wind reichlich Turbulenzen und Böen, die ausgesteuert werden mussten.
Das brachte so manche Crew an ihre Grenzen, es gab auch Kenterungen.
Die Hilfsboote eilten zwar herbei, mussten aber nicht eingreifen, da die Segler/innen ihre Boote aus eigener Kraft wieder aufrichten und weiter segeln konnten.

Gegen 14:35 hatte das 1. Boot seine 3 Runden geschafft, die letzte Mannschaft erreichte gegen 15:30 das Ziel.
Durch die individuellen Startzeiten und die verschiedenen Bootstypen war es während der Regatta nicht möglich, die Favoriten auszumachen. Zwischendurch gab es immer wieder dunkle Wolken und kräftige Windböen, aber die Regatta konnte incl. Siegerehrung ohne Regenschauer beendet werden.

Die Auswertung der Ergebnisse brachte es dann gegen 16:20 an den Tag:
Michael Eilers (KCF) siegte auf Seggerling mit einer berechneten Zeit von 00:52:21 knapp vor Eberhard Niehaus (KCF), ebenfalls Seggerling, mit 00:52:59.Tatsächlich waren Beide rund 1h unterwegs, die berechnete Zeit ergibt sich aus dem Yardstick-Faktor, der die Geschwindigkeit der verschiedenen Bootstypen ins Verhältnis setzt.

BlauesBand17_Erg_Optimisten
BlauesBand17_Erg_Ausgleicher
BlauesBand17_Erg_Jugendliche

Unter den Jugendlichen erreichten Max Krohn und Philipp Müller (beide WSVR) auf 420er einen respektablen 8. Platz und den 1. Platz.
Von den Opti-Seglern schaffte es Nils Kahle (beide KCF) deutlich vor Bastian Eilers in 01:15:59 ins Ziel. hier spielte der Yardstick-Faktor keine Rolle, da beide den gleichen Bootstyp (Optimist) segelten.

Alle waren zufrieden und machten sich nach der Siegerehrung ans Abbauen und Verstauen.
Jetzt ist wegen der Ferien erst Mal “Sommerpause”.
Am 27.08. geht es dann weiter mit der Jugendregatta: “Schatz im Silbersee”.

mit sportlichen Grüßen

Frank Knoch
Fachwart Wettsegeln
Kanu-und-Segelclub Frankenthal
https://www.kcf1922.de
wettsegeln@kcf1922.de