Altmühlsee 2017

Freitag
Nachmittag, 15.00 Uhr, KCF Clubhaus.
Wir wollen los, der Altmühlsee ruft.

Das Wetter ist etwas durchwachsen angesagt, macht nix, durchwachsen bedeutet auch Wind. Und den sollte es noch viel geben.
Doch erst mal Theorie und gelebte Praxis, etwas für´s Leben.
Wie breche ich ein Auto auf? Genauer gesagt, einen roten Bus, dessen Motor läuft und der Schlüssel innen steckt. Ja, die Ausbildung der Segeljugend bei uns im KCF ist ganzheitlich und nachhaltig, man weiß ja nie wo es einem hintreibt.

Am Abend kamen wir an, unser Platz war schön, auf einer kleinen Anhöhe gelegen, direkt vor uns ein Abenteuerspielplatz und der See. Unter uns baute eine Pfadfindergruppe Ihre Zelte auf, diese sollten auch später noch eine Rolle spielen.
Zelte aufgebaut und den Grill zum Glühen gebracht, hatten wir doch alle Hunger – da kamen Steaks, Würstchen und Salat gerade recht, ach ja das Bier und der A-Schorle war auch nicht schlecht.
Eine Spülmaschine hatten wir keine dabei, so ging es noch zum Spülen. Freiwillige waren „schnell“ gefunden. Am Lagerfeuer wurden noch die Pläne für Samstag geschmiedet, dann war´s Zeit zum Schlafen. Die Nacht war soweit ok, es waren noch nicht alle Pfadfinder da.

Samstag
Herrlich so ein heißer Kaffee! Und wenn er so spektakulär gebraut wird, kann man dies natürlich wieder für die ganzheitliche Ausbildung benutzen und schon früh morgens über die Technik diskutieren – es waren ja auch noch keine Brötchen da.
Schön so eine Familienfahrt. Die Damen übernahmen den Haushalt, die Männer mussten doch die Boote riggen. Schnell auf´s Wasser war das Motto, sollten doch am Mittag die ersten Gewitter kommen. Lustig ging es eine Weile zu, der Wind reichte aus, um ein wenig den See zu erkunden. Doch dann schlief er ein, die Ruhe vor dem Sturm. Ringsum reiten sich Cumulonimbus neben Cumulonimbuswolke, es war Zeit die Boote abzubauen und Hunger hatten wir auch wieder. Doch die Gewitter zogen vorbei und so konnten gestärkt einige Verwegene wieder auf´s Wasser – Wind war gut, der Rest ging an den Strand baden und es gab ja auch noch den Abenteuerspielplatz.

Obwohl wir wirklich alle unsere Teller leer gegessen hatten, folgte eine sehr unruhige Nacht, es begann zu gewittern. Es regnete nicht nur, es prasselte! Es ist auch kein schönes Gefühl, wenn man nachts gegen 4.00 Uhr merkt, das die Füße feucht werden, man schwitzt aber nicht. Ja, es tropfte dann auch im Zelt – die Nähte begannen undicht zu werden, dazu sangen die Pfadfinder falsch und spielten ihre Trommel, eine Cajòn, dazu. Selig sind die, die trotzdem schlafen konnten.

 

Sonntag
Herrlich so ein heißer Kaffee! Die Brötchen so cross, die Marmelade so süß, wie gut kann ein leckeres Frühstück nach so einer Nacht sein.
Schnell abgespült und aufgeriggt! Der Wind blies immer noch ganz schön und es hatte aufgehört zu regnen.
Lecker Segeln war angesagt! Es ist so schön fast ohne Böen, Winddreher und Abdeckung durch Bäume zu segeln.

Mittagspause, Stephan hatte eine leckere Suppe gekocht. Also kurz raus und den Bauch gefüllt, bevor es wieder zum Segeln ging.
Super so ein Tag und unseren letzten Abend machten wir uns auch schön. Das Holz in unserer Tonne war noch trocken, so konnten die Jungs nach dem Grillen wieder richtig zündeln. Die Zelte und der Wein waren trocken, es versprach eine schöne Nacht zu werden.
Doch leider war das morgendliche Gespräch mit den Leitern der Pfadfindergruppe nicht so nachhaltig wie unsere Ausbildung.

Montag
Herrlich so ein heißer Kaffee! Dazu AC/DC und heiße Disco Rythmen. Alex hat echt eine gute Anlage in seinem Bus!
Doch mussten wir uns langsam vom Altmühlsee verabschieden. Boote abriggen, aufladen, Zelte abbauen und packen, schade.
Gegen Abend kamen wir wieder wohlbehalten zu Hause an, es waren zwar nur drei Tage – aber die waren sehr schön.

Ralf Weigand