Die Sommerwindregatta 2011 war als Ranglistenregatta für die Klasse "517er" ausgeschrieben. Diese Regatta zählt auch als "Ersatzregatta" für die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft dieser Klasse. Die ausführlichen Regeln dazu finden Sie im Anhang.
Außerdem waren, wie immer, "Ausgleicher" zugelassen, also verschiedene Boote, deren Geschwindigkeit per Ausgleichsformel (Yardstick) verrechnet wird.
Bis zum Meldeschluss hatten 7 "517er" und 6 "Ausgleicher" gemeldet. Es gab aber noch einige Ankündigungen, die dann auch noch in der Woche vor der Regatta eingingen...
Nach der Registrierung am Samstag stand dann fest: Mit 12 Meldungen bei der "517er"-Klasse "stand" die Ranglistenwertung (min. 10 Boote) und damit auch eine mögliche Wertung für die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft. Mit 9 "Ausgleichern" war die 2. Gruppe fast genau so stark, allerdings sehr "bunt gemischt".
Die kleine, aber motivierte "Helferschar" mit Wettfahrtleiter Eberhard Niehaus, Schiedsrichter Robert Verspagen und einem Boot der DLRG legte bei mäßigem, aber recht stabilem Wind (3-4 Bft) ab ca. 13:00 die Bojen aus, nahm die Meldungen entgegen und sorgte dafür, dass alle Teilnehmer informiert waren.
Pünktlich um 14:00 konnte der 1. Start der "517er" erfolgen. Die "Ausgleicher" folgten mit 5 min Abstand. Es waren 2 Runden mit je 1 "Dreieck" und 1 "Schleife" zu segeln. Das sind ca. 3,2 sm (s. Anhang).
Die Segler starteten diszipliniert und suchten den besten Weg zum Ziel. Dabei kam es dann gelegentlich zu Meinungsverschiedenheiten, wer denn nun "Wegerecht" hat... Mit etwas Geschrei, aber gutem Willen auf beiden Seiten konnten die Differenzen direkt geklärt werden, sodass kein Protest verhandelt werden musste.
Bei den "517ern" lagen die Favoriten aus dem Saarland schon bald vorne, aber diesmal gelang es GER 203 Berger/Harig am Team GER 167 Mehs/Harig (beide YCSB) vorbeizuziehen und den 1. Platz zu erreichen. Platz 3 erreichten GER 218 Kirsch/Fuchs (CNG). Bestes Boot vom Silbersee war GER 215 Jung/Fuchs (KCF/YCSB), eine "länder- und vereinsübergreifend gemischte Mannschaft".
Bei den "Ausgleichern" war es schwer, die konkrete Platzierung abzuschätzen, da die Boote doch sehr unterschiedlich waren. Die Yardstickzahlen reichten von 115 (relativ langsam) bis 92 (sehr schnell). So erreichten GER 2048 Verspagen/Richter (H-Jolle, KCF) zwar schon nach 36 min das Ziel, der 1. Platz ging aber nach berechneter Zeit an GER 260 Schoder (Seggerling, KCF). Auch GER 134523 Markus Walter (Laser, YCP) schob sich noch nach der Verrechnung auf Platz 2 vor.
Schon kurz nach dem Zieldurchgang des letzten Bootes konnte die 2. Wettfahrt um 15:15 gestartet werden. Hier bewährte sich das Bahnschema mit "Start in der Mitte", da so das Start/Zielschiff nicht verlegt werden muss. Nach einem problemlosen Start begannen schon bald wieder die Kämpfe um die Plätze, aber es ging weiterhin recht fair und kollegial zu. Bei beiden Gruppen gab es aber Verschiebungen in der Platzierung (s. Ergebnislisten).
Bei weiterhin stabilem Wind konnte um 16:30 noch eine 3. Wettfahrt gestartet werden. Auch diese Wettfahrt brachte wieder einige spannende Zweikämpfe und erneute Verschiebungen bei den Plätzen. Um 17:30 war dann der Regattatag zu Ende.
Bei Pizza und Gegrilltem wurden die Ergebnisse und Erlebnisse des Tages angeregt und gut gelaunt diskutiert: "Ein toller Regattatag!" Es gab auch viel Lob für die Helferschar, die das Ganze ermöglicht hat.
Für Sonntag war der 1. Start auf 11:00 verlegt worden, da nur noch 1 Wettfahrt zu segeln war. Das war auch gut so, denn es wehte zunächst kaum Wind. Überall auf dem See zeigten sich "glatte Stellen", also Windlöcher...
Rasmus zeigte sich dann aber doch noch gnädig und um 11:20 konnte die letzte Wettfahrt bei 2 Bft gestartet werden. Nach den Ergebnissen des Vortages ging es nun darum, den errungenen Platz zu "halten" oder doch noch einen Platz "gut" zu machen. Das ergab nach einem problemlosen Start dann wieder einige Zweikämpfe. Wie so oft, kam es auch darauf an, den günstigsten Kurs zu finden und das Boot "auszureizen". Bei den 517ern gelang es z.B. GER 167 noch auf der Zielkreuz GER 211 um wenige Sekunden zu schlagen.
Durch den "Streicher" (schlechteste der 4 Wettfahrten wird gestrichen), ergaben sich dann noch ein paar Verschiebungen.
517er: GER 203 Berger/Harig (YCSB) siegten souverän mit 3 1. und 1 (gestrichenen) 3. Platz. GER 167 Mehs/Harig (YCSB) konnten mit 1 1., 1 2. und 2 3. Plätzen ihre Erfolgsserie aus der Vergangenheit nicht ganz fortsetzen zeigten aber dennoch ihr Können überzeugend. GER 218 Kirsch/Fuchs belegten mit 3 2. und 1 (gestrichenen) 3. Platz bei gleicher Punktzahl den 3. Platz. Da wird es bei der nächsten Regatta spannend... Das beste Team vom Silbersee, GER 209 Kussmann/Wilberg (WSVR) belegte mit 1 4., 1 6. 1 7. und 1 10. (gestrichen) Platz den 6. Platz in der Gesamtwertung. Mit nur 1 Punkt Abstand folgten GER 215 Jung/Fuchs (KCF/YCSB). Bei Betrachtung der Namen fällt auf, dass es gerade bei den 517ern Familien gibt, die z.T. komplett am Regattageschehen teilnehmen.
Ausgleicher: Hier müssen die Segler ja "gegen die Uhr" segeln, da es während der Regatta schwer abzuschätzen ist, ob der Abstand "reicht" oder nicht. Letztlich behauptete sich GER 260 Gerhard Schoder (Seggerling, KCF) vor GER 134523 Markus Walter (Laser, YCP) und GER 2048 Verspagen/Richter (H-Jolle, KCF). Beachtenswert war auch GER 53107 Becker/Becker (420er, RSCLosh), 2 jugendliche Frauen, die nicht nur den 6. Platz belegten, sondern auch zeigten, dass Segeln durchaus "Familiensport" ist und Nachwuchs "heranwächst".
Siegerehrung: Zunächst wurden die Vorjahreszweiten Jung/Fuchs für ihren 2. Platz bei der RLP-Meisterschaft 2010 nachträglich geehrt, weil dies vorher aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich war.
Danach erfolgte die Siegerehrung der 517er. Dabei gibt es immer einen "Sonderpreis" für die Mannschaft, die alle Wettfahrten mitgesegelt hat und dennoch den letzten Platz belegte. Dieser Preis ging verdient an GER 172 Leidig/Schuster (KCF), die auf dem Vereinsboot dafür sorgten, dass die Ranglistenwertung (min. 10 Boote) sicher gewährleistet war.
Alle Teilnehmer zeigten sich zufrieden mit den Ergebnissen und richteten ihren Dank an die Helferinnen und Helfer des KCF für die Ausrichtung der Regatta.
Das Fazit unserer Gäste war auch eindeutig: "Wir kommen bald wieder in Euer schönes Revier!"