Die Maibowle-Regatta war wie in den Vorjahren für die Klassen "510/L17/517er", "Seggerling" und Ausgleicher ausgeschrieben. Für die Klasse "510/L17/517er" zählt diese Regatta zur Rangliste und ist 1. Lauf für die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft. Bei der Klasse "Seggerling" wird die Regatta ebenfalls für die Rangliste gewertet.
Wie so oft, entstand in der Meldephase Spannung, weil erst in den letzten Tagen vor Meldeschluß die letzten, benötigten Meldungen eingingen. Am 20.05. war dann aber klar: Es kommen genügend Teilnehmer/innen, zumindest die Ranglistenwertung und Rheinland-Pfalz-Meisterschaftswertung der "510/L17/517er" geht klar...
Am Samstag dann, bei der Anmeldung zeigte sich schnell: Es gibt eine "gut besetzte" Regatta, da noch einige "Nachzügler" meldeten. Dazu hat sicher das sommerliche Wetter mit beigetragen. Mit 26 Booten in 3 Klassen und insgesamt 42 Segler/innen aus 9 Vereinen war die Grundlage für 2 Ranglistenwertungen und eine spannende Regatta gegeben. So was ist dann immer eine Herausforderung für die Organisatoren, die schnell noch Lebensmittel, Preise usw.. nach ordern müssen... Mit gutem Mut und etwas Improvisation ließen sich aber alle Schwierigkeiten meistern. Vielen Dank an alle Helfer/innen an dieser Stelle!
Das Wetter spielte auch mit: Bei überwiegendem Sonnenschein wehte fast durchgehend ein "segelbarer" Wind, was am Silbersee ja nicht unbedingt selbstverständlich ist.
Fast pünktlich konnte um 14:05 die 1. Wettfahrt für die Klasse "Seggerling" gestartet werden, die "510/L17/517er" folgten mit 5 min Abstand und die Ausgleicher starteten um 14:15. Bei 2-3 Bft Windstärke aus S-SW drehend konnten die Teilnehmer ihr Können beweisen. Es galt, den besten Kurs zu wählen und die Winddreher geschickt zu nutzen. An den Bojen gab es gelegentlich Zweikämpfe, die aber fair und regelkonform ausgetragen wurden. Nach 2 Bahnen aus je 1 Dreieck und 1 Schleife um die ausgelegten Bojen gingen bei den "510/L17/517er" die "Favoriten" Mehs/Harig vom YCSB als erste ins Ziel, gefolgt von Kirsch/Fuchs CNG/YCSB und Berger/Harig YCSB. Dass in der Liste (s. Anhang) manche Namen mehrfach auftauchen ist kein Zufall. Familie Fuchs (YCSB) sorgte z.B. mit 1 Boot (Eltern) und 2 Vorschotern (Söhne) dafür, dass genügend Boote aufs Wasser kamen. Das Ganze auch über Vereinsgrenzen hinweg... Familie Hansen (KCF) sorgte mit 1 Boot (Eltern) und 3 Helfer/innen (Söhne und Anhang) nicht nur für ein genügend großes Teilnehmerfeld, sondern auch für die Verpflegung. Auch sonst "wächst" der sportliche "Nachwuchs" oft aus Seglerfamilien heran... Über solche Mitglieder kann sich jeder Verein nur freuen... Vielen Dank für das Engagement!
Bei der Klasse "Seggerling" siegte Hermann Brandner vom HSSC, die 1. Wettfahrt der Ausgleicher entschied Johannes Mengel WSVR (noch Jugendlicher) auf Laser für sich.
Kurz nach dem Zieldurchgang konnte bei anhaltendem Wind nach einer leichten Korrektur der Bahn um 15:45/50/55 die 2. Wettfahrt gestartet werden. Bei den "510/L17/517er" und den "Seggerlingen" gab es vor Allem im Mittelfeld einige Verschiebungen. Nur bei den Ausgleichern setzte sich der Trend der 1. Wettfahrt bei den Erstplatzierten fort.
Am Ende des 1. Regattatags blieb noch Vieles offen... Bei Gegrilltem, Salaten und Maibowle wurden die Erfahrungen aus den beiden Wettfahrten ausgetauscht und über Segelführung und Taktik eifrig diskutiert...
Am Sonntag konnte pünktlich um 10:00 die 3. Wettfahrt der "Seggerlinge" gestartet werden. Die beiden anderen Klassen folgten wiederum nach DSV-Regeln mit 5 min Abstand. Der Wind brach zwar kurz ein, kam aber rechtzeitig wieder, sodass die Wettfahrt durchgesegelt werden konnte. Aus verschiedenen Gründen konnten einige Teilnehmer vom Samstag leider nicht mehr mit segeln. Daraus ergab sich in fast allen Klassen eine neue Verteilung der Plätze. Es war spannend, zuzusehen, wie die einzelnen Besatzungen um die Punkte kämpften. Vom optimalen Start über die richtige Segelführung bis hin zur besten Taktik. Beim Segeln entscheiden viele Faktoren über die Platzierung.
Bald nach dem Zieleinlauf des letzten Bootes konnte die 4. und letzte Wettfahrt wiederum nach einer leichten Bahnkorrektur zur Anpassung an den drehenden Wind um 11:45/11:50/11:55 gestartet werden. Erneut kämpften die Mannschaften fair und gekonnt gegeneinander, was die Spannung bis zum Schluss aufrecht hielt. Insbesondere bei den Ausgleichern, deren unterschiedliche Boote über eine Ausgleichsformel (Yardstick) verrechnet werden, ist es nur schwer möglich, von der Platzierung auf der Bahn auf die letztlich gültige Wertung zu schließen. So war z.B. Johannes Mengel WSVR zeitweise selbst überrascht über seine gute Platzierung.
Um 13:15 ging das letzte Boot ins Ziel. Nun hieß es, alle Boote aus dem Wasser zu bringen und bei den Gästen diese transportfertig zu machen. In der Zwischenzeit sorgten die Helfer/innen für ein ansprechendes Kuchenbuffet, versorgten die Hilfsboote etc. und machten sich an die Auswertung.
Bei der Siegerehrung im Clubhaus konnten dann die Besten ausgezeichnet werden (s. Anhang).
"510/L17/517er": 1. Mehs/Harig YCSB siegten unangefochten mit 4 1. Plätzen 2. Kirsch/Fuchs CNG/YCSB mit 3 2. und 1 3. Platz. 3. Jung/Fuchs KCF/YCSB mit 1 2., 1 3. und 2 5. Plätzen
"Seggerling" 1. Moschinski SGH mit 3 1. und 1 3. Platz 2. Marheine RVN mit 4 2. Plätzen 3. Brandner HSSC mit 1 1., 2 3. und 1 4. Platz
Ausgleicher: 1. Mengel, Laser, WSVR mit 3 1. und 1 2. Platz 2. Zarate/Schwender, Schwertzugvogel, WSVR mit 2 2. und 2 3. Plätzen 3. Pfaff/Sternel, Korsar, WSVR mit 1 2. und 3 3. Plätzen.
Insgesamt verlief die Regatta sportlich, spannend und fair. Viele Gäste werden in diesem Jahr nochmals in unser Revier kommen, wenn die Dornfelderregatta des WSVR für die "510/L17/517er" ausgetragen wird oder die "Seggerlinge" zu einer der noch anstehenden Regatten des KCF anreisen werden. Über die Jahre hat sich ein sportlich-freundschaftliches Verhältnis zwischen den Seglern in den einzelnen Klassen entwickelt, das die Grundlage für weitere interessante Regatten liefert.