Schleswig-Holstein 2017

Im Sommer 2016 ging unser Vereinsurlaub in den Süden der Republik. Schnellfließendes Wanderwasser, leichtes WW und Berge wurden in Bayern von uns gepaddelt bzw. erwandert. Diesen Sommer ging es in die entgegengesetzte Richtung. Den Handelsweg der Wikinger von der Ostsee zur Nordsee wollten wir nachpaddeln. Die Schlei, ein Ostseefjord und die Treene, ein Wiesenfluss, wurden von den Nordmännern dazu benutzt, um ihre Waren sicher von der Ostsee zur Nordsee zu transportieren. So machten wir uns auf den Weg nach Schleswig-Holstein, um es ihnen gleichzutun. Der schöngelegene Campingplatz „An der Wees“ in Missunde war ab 08.07.2017 für eine Woche unser Basislager und Ausgangsort unserer Unternehmungen.

08.07.2017: Anreise
Wie bei den meisten Mehrtagestouren reisten wir auch diesmal wieder individuell an. Im Laufe des Samstags trafen die Teilnehmer auf dem Platz ein. Aufbauen, Aus- und Einrichten der WoWas, WoMos und Zelte, Umschauen in der näheren Umgebung, usw. Ankommen halt.

09.07.2017: Paddeltag 1
Bei nahezu idealem Paddelwetter, 20 – 23 Grad warm, mäßig windig, paddelten wir die vermutlich schönste Etappe, raus zur Lotseninsel. Los ging’s in Arnis, vorbei an Kappeln mit Klappbrücke und Heringsnetzen, weiter Richtung Ostsee, um den Leuchtturm von Schleimünde rum zum Strand auf der Lotseninsel. Dort angekommen freuten wir uns auf eine ausgiebige Rast. Gestärkt paddelten wir zurück nach Maasholm, durch das wir noch einen kleinen Stadtspaziergang unternahmen.

10.07.2017: Paddeltag 2
Bedeckter Himmel und Wind. Aber gemäß der Flagge unseres Campingplatznachbarn aus östlicher Richtung. Also paddelten wir von Arnis nach Missunde. Der Wind hatte bis zum Start in Arnis gedreht und zugelegt. Dazu kamen vereinzelte Schauer. Am Abend war man trotzdem zufrieden, denn es war mit 18km die längste Etappe.

11.07.2017: Paddeltag 3
Die letzte Etappe auf der Schlei wollten wir heute paddeln. Von Missunde nach Schleswig. Bedecktes, aber relativ warmes Wetter, der Wind wehte nach oben erwähnter Flagge in die richtige Richtung. Also versetzten wir nach dem Frühstück das Auto nach Schleswig. Zurück auf dem Campingplatz in Missunde starteten wir die Tour bei Windstille. Es war die Ruhe vor dem Sturm. Wenig später erwischte uns ein kurzes Gewitter. Als sich dieses verzogen hatte, erwartete uns auf der Großen Breite starker Wind und Wellen von vorne. Da wir den markanten Hochhausturm von Schleswig schon im Blick hatten, paddelten wir weiter. Nach gut dreieinhalb Stunden Paddelei kamen wir in Schleswig an. Geschafft, aber stolz auf das bis hier Gepaddelte.

12.07.2017: Ruhetag 1
Nach den drei Paddeltagen war keiner der Teilnehmer über den Ruhetag böse. Jeder gestaltete sich den Tag nach Lust und Laune. Am Abend saß man wieder beisammen und erzählte über den „freien“ Tag.

13.07.2017: Paddeltag 4
Nach der Schlei als ein Teil, steht nun die Treene, als der andere Teil des Handelsweges der Wikinger auf dem Tourenplan. Der Wetterbericht sagte gutes Wetter voraus, als wir zur ersten Treeneetappe von Süderhöft bis nach Friedrichstadt starteten. Kaum saßen wir in den Booten, blies der Wind stärker. Logischerweise von vorne. Egal, die Sonne schien ja und die Freude auf Friedrichstadt war groß. Direkt an der Stadtgrenze von Friedrichstadt, flaute der Wind komplett ab, sodass es sehr beeindruckend war, durch die Grachten der Stadt zu paddeln. Der Blickwinkel aus dem Kajak auf die Stadt ist ein anderer als der des Fußgängers. Außerdem dient man den anderen Touristen als Fotomotiv.  Nach der Tour wechselten auch wir unsere Sichtweise und streiften durch die Gassen und Plätze der Holländerstadt. Schön war es auch aus dieser Perspektive.

14.07.2017: 5. und letzter Paddeltag
Das Wetter meinte es heute echt gut mit uns. Los ging’s zur letzten Etappe. Wir starteten früh vom Campingplatz, denn wir wollten auf dem Weg zur Treene noch das Wikingermuseumsdorf in Haithabu besuchen. Nach dem Besichtigen des Museums fuhren wir zur Einstiegstelle in Hollingstedt, um die verbleibenden 14km bis Süderhöft zu paddeln. Schön war auch diese Tagesetappe.

15.07.2017: Ruhetag 2
Jeder verfolgte noch einmal seine Interessen. Ausrüstung säubern und z. T. verpacken, Besichtigungen usw. Am Abend saß man zum letzten Mal für diesen Urlaub zusammen, sprach über diese und andere Touren.

16.07.2017: Letzter Urlaubstag und Reisetag
Nach dem Frühstück wurde unser Camp abgebaut, die Fahrzeuge fertig geladen und anschließend auf die Heim- bzw. Weiterreise gemacht. Eine Woche mit Paddeln auf für uns nicht alltäglichem Gewässer ist zu Ende. Anders war’s. Gegenwindig war‘s. Salzig war’s, zumindest auf der Schlei. Aber sehr schön war‘s. Vielen Dank an die Teilnehmer der Tour, die zum Gelingen beigetragen haben.