Frühjahrsregatta 2018

Kontrastprogramm

Die Frühjahrsregatta im April 2018 bildete einen starken Kontrast zum 12. Einhand-Cup im März.

Während im März stürmischer Wind mit frostigen Temperaturen um 0°C für eisige Verhältnisse gesorgt hatte, gab es im April sommerliche Temperaturen nahe 30°C und fehlenden bis schwachen Wind zur Frühjahrsregatta. Also eher Sonnenbrand als Frostbeulen, eher dümpeln als kentern.

Mit einigen spontanen Nachmeldungen fanden sich am Samstag um 13:00 insgesamt 17 Segelcrews zur Steuermannsbesprechung ein, darunter 11 Boote der 517er Klasse, für die diese Regatta zur Rangliste und für die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft zählt.

Siehe: https://www.lsv-rp.de/files/meisterschaftsordnung_rheinland-pfalz-meisterschaft_ab_2014.pdf

Die übrigen 6 Boote segelten als „Ausgleicher“ das sind Boote verschiedener Klassen, deren Zeiten nach dem Yardstickverfahren des DSV verrechnet werden, siehe:

https://www.dsv.org/app/uploads/yardstickzahlen-2018.pdf

Die Sonne brannte vom fast wolkenlosen Himmel und es wehte nur ein laues, unbeständiges Lüftchen.
Der Wetterbericht sagte keine wirklich guten Segelverhältnisse voraus. Am späteren Nachmittag solle es aber bei sommerlichen Temperaturen etwas Wind um 1-2 Bft geben.

Wettfahrtleiter Hansjürgen Kalweit und seine Crew ließen sich von den Prognosen nicht beirren und bereiteten Alles für den geplanten Start um 14:00 vor.
Tatsächlich! Gegen 13:45 gab es etwas Wind und pünktlich um 14:00 ertönte das Startsignal für die 1. Gruppe (517er).
Die weiteren Boote starteten als „Ausgleicher“ mit 5 min Abstand.

Die erste Kreuz (gegen den Wind) zur Luvtonne wurde zügig gesegelt und es gab Zweikämpfe um die besten Positionen. Nach dem Runden der Boje zeigte sich dann schon, wer den Wind besser einschätzen, den Kurs geschickter wählen und das Boot besser beherrschen konnte.
Einige hatten beim Start die Nase vorn, Andere arbeiteten sich erst nach und nach vor. Bis zum Ziel ergaben sich noch viele weitere Positionswechsel. Die Segler/innen mussten immer wieder beweisen, dass sie nicht nur ihr Boot beherrschten sondern auch den Wind richtig einschätzen konnten.

Dieses Mal waren viele neue Crews dabei, teils neue Gruppierungen bekannter Segler/innen, teils Solche, die das erste Mal in dieser Klasse zusammen segelten.
Diese „bunte Mischung“ war der Tatsache geschuldet, dass einige bekannte Segler/innen aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht teilnehmen konnten.
Dem Wettbewerb tat dies keinen Abbruch, ganz im Gegenteil! Es ergaben sich spannende Duelle zwischen den verschiedenen Crews. Jedes Team suchte engagiert den besten Kurs und die optimale Taktik.

Bei nachlassendem Wind konnten Peter Mehs und Reinhard Harig vom YCSB an ihre früheren Erfolge in anderer Zusammenstellung anknüpfen und gingen als Erste der Klasse ins Ziel.
Schon der 2. Platz ging an ein echtes „Newcomer-Team“: Für Robert Verspagen und Leonie Kunz vom KCF war dies die erste gemeinsame Regatta auf einem 517er.
Platz 3 ging an Stephan Hammer, RSC Losheim und Michael Wiwie, AKAWAC, ebenfalls ein neu gebildetes Team.
Auch die weiteren Plätze waren heiß umkämpft zwischen „alten Bekannten“, neuen Gruppierungen und echten „Newcomern“, s. Ergebnisliste.

Da der ohnehin schwache Wind ab 15:00 weiter nachließ, erreichten 2 Boote das Ziel nicht mehr innerhalb des Zeitlimits von 30 min. Sie mussten trotz ihres anerkennenswerten Durchhaltevermögens als „DNF“ = „Did Not Finish“ gewertet werden.

Unter den „Ausgleichern“ waren „Alte Hasen“ ebenso vertreten wie Neulinge, dazu noch auf sehr unterschiedlichen Booten. Die Spanne reichte von einer FAM mit Yardstick 121 bis zu einem „Flying Dutchman“ mit 94, siehe oben.

Hier zeigten Moritz Richter, KCF, mit Katharina Bernd, WSVR, auf „Flying Dutchman“ eine tolle Teamleistung. Sie konnten mit dem schnellsten Boot in der Gruppe den nötigen Vorsprung heraus segeln, um auch nach der Yardstickberechnung zu siegen. Das ist auf dem relativ kleinen Silbersee eine tolle Leistung!
Thomas Thränhardt, KCF ersegelte auf einer Europe einen verdienten 2. Platz, nach der Umrechnung fehlte ihm nur 1 Sekunde auf die Ersten.
Thomas Richter, WSVR auf Laser folgte mit etwas Abstand auf Platz 3, s. Ergebnisliste.

Fruehjahr18_Ausgleicher
Fruehjahr18_517er
Fruehjahr18_Alle

Nach Ende der 1. Wettfahrt hieß es zunächst warten.
Für den Nachmittag war ja zunehmender Wind angekündigt.
Wie so oft, hatten sich die „Wetterfrösche“ aber doch geirrt: Nur gelegentlich ein kurzer Windstoß, dann war es schon wieder vorbei.
Das ist kein Wind für eine Regatta, entschied die Wettfahrtleitung.
Der Regattatag endete mit der Rückkehr ans Ufer, Abbauen und Verstauen für die Nacht.
Morgen soll es ja mehr Wind geben!

Sonntag 10:00:
Die Regattacrew und alle Segler/innen haben sich auf den 1. Start vorbereitet.
Aber: Kein Wind!
Wetterbericht und Beobachtungen ergeben:
Mit etwas Glück kommt der Höhenwind aus SW spätestens gegen Mittag auch auf den See herunter.

Also: Warten.

Kurz vor 12 dann ein leises Rauschen, das Wasser kräuselt sich da und dort! Wind!
Schon ein paar Minuten später: Alles wieder vorbei!
Um 12:15 dann das erlösende Signal der Wettfahrtleitung: 4 Töne und Streichen aller Flaggen, das heißt: „Ende aller Wettfahrten!“

Wie schon am Vortag erwies sich die Entscheidung im Nachhinein als richtig. Erst gegen 16:30 gab es wieder etwas schwachen Wind. Zu Spät für die weit angereisten Segler/innen.

Vor und nach der Siegerehrung beim KCF gab es noch Allerhand zu diskutieren.
Klar war aber:
Für das Wetter kann Keiner Etwas!
Ein sonniges Wochenende mit Freunden!

Wir kommen wieder!

Frank Knoch

Fachwart Wettsegeln
Kanu-und-Segelclub Frankenthal

https://www.kcf1922.de
wettsegeln@kcf1922.de