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Sommerwind 08 |

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Leider konnten wir weder am Samstag noch am Sonntag eine Wettfahrt starten, da die Wind- und Wetterverhältnisse dies nicht zuließen.
Für beide Tage hatten der "Windfinder" und andere Wetterdienste nur schwachen Wind (1-2 Bft) vorausgesagt.
Tatsächlich war der See aber am Samstag bis etwa 15:30 fast spiegelglatt. Nur hie und da ein leichtes Kräuseln... Für eine Regatta reichte das nicht.
Dann kam zwar Wind auf, aber wegen des vernehmlichen Donnergrollens und der Gewitterwarnungen entschied sich die Wettfahrtleitung, den Verlauf des Gewitters zu beobachten und abzuwarten. Das war auch gut so, denn der Wind frischte kräftig auf und das Grollen kam immer näher. Die Segler, die zum Testen auf den See hinaus gefahren waren, kamen zum Glück alle rechtzeitig zurück an Land und konnten ihre Boote noch schnell sichern bevor das Gewitter mit einem Wolkenbruch richtig loslegte. Das Wasser schoss in Fontänen vom Himmel, wie es in unseren Breiten sonst nicht üblich ist. Es waren auch Hagelkörner darunter. Alle Segler suchten Unterschlupf in den Fahrzeugen und unter den Hallendächern. Die Blitzeinschläge kamen auch immer näher und irgendwann schlug es sogar in einen Baum in der Nähe der Slipanlage ein. Zum Glück blieb die Wettfahrtleitung, die auf dem Startschiff an der Slipanlage geblieben war verschont. Das war knapp.
Nach rund einer Stunde konnten Alle wieder ihre Schlupflöcher verlassen und die Sachlage begutachten. Es gab keine Personen- oder Materialschäden, nur reichlich Wasser in den Booten, die nicht mehr abgedeckt werden konnten. Leider schlief der Wind auch schon während des Gewitters wieder ein, sodass keine Wettfahrt mehr gestartet werden konnte. Das gemeinsame Grillen am Abend fand dann in der Grillhütte beim Clubhaus statt, wo auch die Parkplätze unter Wasser standen, da die Drainage überfordert war.
Am heutigen Sonntag war für 10:00 der 1. Start geplant. Es sah auch etwas besser aus, als gestern, aber über den See zog sich immer wieder ein breiter Streifen ohne Wind. Also wurde "Startverschiebung" gesetzt und Startbereitschaft bis 13:00 (wegen der Heimreise der Gäste) angesetzt. Immer wieder kam kurz Hoffnung auf, aber es gab nie durchgängig Wind im Regattagebiet. Die Wettfahrtleitung tat deshalb gut daran, um 13:00 alle Flaggen zu streichen und mit 4 Schallsignalen das Ende der Regatta zu verkünden. Die Meldelisten im Anhang zeigen, dass 11 Boote der Klasse L17/517 gemeldet hatten, davon 2 aus dem Saarland, alle anderen vom KCF. Damit wären die Voraussetzungen für eine Ranglistenwertung gegeben gewesen. Für die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft muss jetzt aber die "Dornfelder-Regatta" des WSVR am 06./07.09.08 "klappen". Sonst kommen nicht genügend Wettfahrten für die Wertung zusammen. Bei den Ausgleichern hatten wir 3 Gäste aus Plochingen, 1 aus Hessen, 3 vom Nachbarclub WSVR und 5 Boote vom KCF.
Alle Teilnehmer nahmen die Wetterlage mit Gelassenheit und Humor und bei Kaffee und Kuchen, den die Segler der 517er-Klasse zum Abschluss der Regatta gespendet und organisiert hatten, gab es immer noch genug zu erzählen. Für die nächste Regatta wünschten sich alle gegenseitig einen "segelbaren" Wind, auch die Gäste werden wieder kommen. Viele werden sich schon bei der "Linsesupp-Regatta" des WSVR in 2 Wochen wieder treffen. Wie Sie sehen können, gelingt es uns Seglern auch ohne Wind, ein Wochenende zu füllen...
Mit freundlichen Grüßen
Frank Knoch Fachwart Wettsegeln Kanu-und-Segelclub Frankenthal von 1922 e.V. www.kcf1922.de
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