Wegen der vor 2 Jahren geänderten Silberseeverordnung endet unsere Segelsaison ja am 1.11. Deshalb musste unsere frühere "Eiszapfenregatta" vom 1. Wochenende im November auf das letzte Wochenende im Oktober vorverlegt werden. Damit stehen wir an diesem Termin "in Konkurrenz" zu anderen Revieren, die an diesem Wochenende ebenfalls ihre Segelsaison beenden. So kamen die Meldungen zunächst auch nur sehr schleppend und fast ausschließlich von ortsansässigen Seglern. Letztlich gingen aber heute doch 18 Boote an den Start.
Die verschiedenen Bootsklassen wurden in 2 Gruppen mit je 9 Booten zusammengefasst. Für den Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Booten wurde das bewährte DSV-Yardstick-Verfahren angewandt, bei dem die gesegelten Zeiten mit einem Geschwindigkeitsfaktor verrechnet werden (schnelles Boot = kleine Zahl, langsames Boot = große Zahl): Einhandsegler (4 Laser, 2 Finn Dinghy, 2 Seggerling, 1 Contender) Zweihandsegler (3 Zugvogel, 2 H-Jolle, 2 517er, 1 Fireball, 1 Windy)
Die schwereren Zweihandsegler hatten den Vortritt und starteten pünktlich um 10:00 bei zunächst noch sehr schwachem und unstetem Wind. Die Einhandsegler folgten mit 5 min Abstand, den sie z.T. im Laufe der Wettfahrt aufholten. Dieses Verfahren wurde auch bei den folgenden Wettfahrten beibehalten. Der schwache, unbeständige Wind erforderte hohe Konzentration und ein gutes Gespür für Drehungen und Änderungen.
Bei den Zweihandseglern gelang dies John Sykes mit seiner Frau Barbara auf H-Jolle am Besten. Es folgten Jan Ulmer mit Uwe Kolleth auf Zugvogel und Gunter Jung mit Helmut May auf 517er (alle KCF). Die Einhandgruppe führte Wolfgang Mayer vom AHYC auf Laser (Allgemeiner hessischer Yachtclub) vor Stefan Schuler auf Finn Dinghy (KCF) und Karl-Wilhelm Linz, ebenfalls Laser (WSVR) an.
Zur 2. Wettfahrt frischte der Wind, wie vom "Windfinder" richtig vorhergesagt, auf bis zu 4 Bft. auf. Jetzt waren die Segler gefragt, die auch kräftige Böen effektiv in Geschwindigkeit umsetzen können. Dabei kam es leider auch zu Karambolagen, zum Glück alle ohne Verletzungen, aber 1 Boot musste deshalb ausscheiden. Bei den Platzierungen gab es somit einige Verschiebungen. Die erfahreneren Segler konnten sich schneller und besser an die Windverhältnisse anpassen. Bei den Zweihandseglern gingen nach Yardstick Jan Ulmer mit Uwe Kolleth vor Wilfried Haas mit Peter Leidig auf 517er und John Sykes mit Frau Barbara durchs Ziel (alle KCF). Die Einhandgruppe führte weiterhin Wolfgang Mayer vor Stefan Schuler auf Finn Dinghy und Karl Schmerenbeck auf Seggerling (KCF) an.
Im Laufe der 3. Wettfahrt gab es bei weiterhin kräftigem und unstetem Wind um 4 Bft. erneut Verschiebungen in den Plätzen. Ein Einhandsegler kenterte wegen eines verhakten Baumniederholers, konnte aber das Boot aus eigener Kraft wieder aufrichten, klar machen und weitersegeln... Die Gruppe der Zweihandsegler führten nach Yardstick wiederum Jan Ulmer/Uwe Kolleth vor Gunter Jung/Helmut May und Wilfried Haas/Peter Leidig an. Die Einhand-Gruppe wurde weiterhin von Wolfgang Mayer dominiert, gefolgt von Karl-Wilhelm Linz und Karl Schmerenbeck.
Im Gesamtergebnis wurden die 3 Wettfahrten nach Punkten zusammengefasst. Dabei entscheiden bei Punktgleichheit die besten Plätze.
Es siegten in der Zweihand-Gruppe: Jan Ulmer/Uwe Kolleth vor John und Barbara Sykes und Gunter Jung/Helmut May. In der Einhand Gruppe gewannen: Wolfgang Mayer vor Stefan Schuler und Karl-Wilhelm Linz.
Bei Pizza und Nudeln gab es anschließend vieles zu berichten, diskutieren und auszutauschen. Insgesamt also ein gelungener Saisonabschluss. Die Termine fürs nächste Jahr stehen auch schon weitgehend fest. 2009 wird bestimmt auch wieder eine interessante Saison! Ich hoffe, diese Infos verschaffen Ihnen einen verwertbaren Eindruck von der heutigen Regatta. Machen Se Etwas daraus...
Mit sportlichen Grüßen
Frank Knoch Fachwart Wettsegeln Kanu-und-Segelclub Frankenthal von 1922 e.V. www.kcf1922.de