Der Einhand-Cup Silbersee wurde 2007 ins Leben gerufen. Anlass war eine Anfrage der OK-Jollen-Klassenvereinigung, ob der WSVR eine Ranglistenregatta für diese Klasse ausrichten könnte.
Da zum damaligen Zeitpunkt beim WSVR keine und beim KCF nur 1 OK-Jolle existierte, entstand die Idee, gemeinsam (KCF+WSVR) eine Regatta nur für Einhandsegler auszurichten.
Diese Regatta fand sofort guten Zuspruch (2007 22 Teilnehmer aus 5 Bootsklassen). Auch wenn für die OK-Rangliste nicht die geforderten 10 Boote zusammen kamen, war das doch ein guter Start.
2008 erwies sich dann der 2. Einhand-Cup als wahrer Hit: 46 Boote aus 4 Klassen! Für die neu hinzugekommenen Finn-Dighys (22 Boote), die OK-Jollen (12 Boote) und die Seggerling-Klasse (7 Boote) wurden die Anforderungen für eine Ranglistenwertung voll erfüllt. Mit fast 50 Booten war aber die Kapazitätsgrenze der Slip- und Einsatzmöglichkeiten fast erreicht.
Deshalb wurde für 2009 eine Trennung der Klassen vorgenommen (siehe http://www.kcf1922.de/downloads/regattaterminekcfwsvr2009.pdf): Laser, OK-Jolle und Seggerling im Frühjahr, Finn Dinghy als stärkste Klasse im Herbst. Für alle Klassen wurden diese Regatten jeweils als Ranglistenregatta ausgeschrieben.
Meldestand dann Ostern 2009: 7 Laser, 7 OK-Jolle und 8 Seggerlinge, also 22 Boote. Damit war aber nur für die Seggerling-Klasse das Minimum für die Ranglistenwertung (dort sind nur 6 Boote nötig) sicher erfüllt. Bei den anderen beiden Klassen hätten es 10 Boote sein müssen...
Nun begann eine hektische Phase in der Meldestelle. Während da und dort noch ein paar Segler angefragt wurden, ob sie nicht doch teilnehmen könnten, meldeten sich die auswärtigen OK-Jollen-Segler nach und nach ab, da diese Rangliste ja nicht zusammenkäme... Dazu kamen noch ein paar Abmeldungen aus persönlichen Gründen. Der Termin (Ende Osterferien, "weißer Sonntag") und die Wetterprognose trugen auch nicht gerade zur Besserung der Lage bei...
Meldestand, Samstag, 18.04.: 7 Seggerlinge , 6 Laser, 1 Contender, 1 OK-Jolle, also 15 Boote. Diese Boote wurden in 2 Gruppen zusammengefasst: - 7 x Seggerling (Ranglistenwertung) - 8 x Ausgleicher (alle anderen Klassen mit Yardstickwertung).
Verlauf der Regatta: Am Samstag konnte zwar bei Regen pünktlich um 14:00 gestartet werden, aber mit dem Regen lies auch der Wind nach. So konnte die 1. Wettfahrt nur durch Bahnverkürzung ordentlich beendet werden. Danach noch ein 2. Startversuch gegen 15:20, aber wegen des weiter abflauenden Windes musste dieser abgebrochen werden.
Die Segler nahmen es gelassen und der selbstgemachte Flammkuchen vom Holzofen beim WSVR tröstete über das wenig freundliche Wetter hinweg.
Sonntag morgen: Strahlender Sonnenschein erhellte die Gemüter. Aber: Immer noch wenig Wind!
Um 10:05 konnte fast pünktlich die 1. Wettfahrt des Tages gestartet werden. Wiederum "rettete" die Bahnverkürzung die Wettfahrt.
Kurz danach kam aber dann doch Wind auf. Die 2. Wettfahrt konnte um 11:20 gestartet und bei ca. 2 Bft. gut durchgesegelt werden.
Um 12:25 hatte sich dann der Wind auf 3 Beaufort stabilisiert und auch die letzte Wettfahrt konnte gestartet werden.
Während bei den ersten Wettfahrten diejenigen die Nase vorn hatten, die die Windlöcher rechtzeitig erahnten und geschickt umfuhren, mussten die Segler in der letzten Wettfahrt zeigen, dass sie ihr Boot auch bei kräftigerem Wind und Böen sicher beherrschen. So gab es doch noch einige Verschiebungen in den Platzierungen. Da laut Ausschreibung (siehe http://www.kcf1922.de/downloads/einhandcup09.pdf) bei allen Seglern das Ergebnis der schlechtesten Wettfahrt gestrichen wurde, zeigte sich zum Schluss deutlich, wer die wahren Könner waren:
Seggerling: Jörn Thöne, GER288, von der Seglergemeinschaft Thalfingen zeigte allen Seglern seiner Klasse, wie man mit Konzentration, Gefühl und sicherer Bootsbeherrschung voraussegelt. Auch kurzzeitige Phasen mit schlechteren Platzierungen konnte er immer wieder souverän ausgleichen, obwohl er zum 1. Mal in unserem Revier segelte. Da konnte auch Herrmann Kirschner, GER 181, vom Altmühltal-Segelclub diesmal nicht mithalten. Mit einem sicheren 2. Platz knüpfte er aber an seine Erfolge aus den vergangenen Jahren an. Der 3. Platz ging an Manfred Marheine, GER353, von der Rudervereinigung Nordharz, der auch schon in den Vorjahren gute Plätze bei uns ersegelt hatte. Die ortsansässigen Segler erwiesen sich als zuvorkommende Gastgeber und überließen ihren Gästen die vorderen Plätze, nicht ohne laut über eine Revanche auf einem anderen Revier oder im nächsten Jahr nachzudenken.
Ausgleicher: Auch hier durften die Gäste die vorderen Plätze unter sich ausmachen. Dirk Scherer, GER158137, vom Segelclub Eich zeigte, wie man einen Laser auch bei schwierigen Windverhältnissen schnell segelt. Auch Benjamin Kratz, GER155770, vom Segelverein Biblis konnte trotz Aufgabe in der letzten Wettfahrt seinen 2. Platz mit seinem Laser behaupten. Der 3. Platz ging an Niels Löffler, GER166276 vom Segelclub Rheingau, der sich von Wettfahrt zu Wettfahrt näher an seine Vordermänner heranarbeitete. Mit der Segelnummer 1 und dem 4. Platz verteidigte Karl-Wilhelm Linz vom WSVR die Ehre der gastgebenden Vereine.
Bei Kaffee und Kuchen im Clubheim des WSVR wurden die Ergebnisse ausführlich diskutiert und Alle waren sich einig:
Im nächsten Jahr wird ein besserer Termin gesucht und mehr Werbung gemacht! Alle bringen noch Jemanden mit. Dann klappt das auch mit der Ranglistenwertung! Der Einhand-Cup ist eine Regatta, die ihren besonderen Reiz hat!
Vielen Dank und sportliche Grüße
Frank Knoch Fachwart Wettsegeln Kanu-und-Segelclub Frankenthal von 1922 e.V. www.kcf1922.de